Eine Fabrik allein macht keine Tuche

Ohne die zahlreichen fleißigen Hände und Köpfe einer treuen Belegschaft konnten auch die Industriepioniere an der Wupper kein Geschäft machen. Gemeinsam mit dem ersten Fabrikgebäude waren 1836 zur Ansiedlung der künftigen Dahlerauer Industriegesellschaft auch die ersten Wohnhäuser für Arbeiter errichtet worden. Dahlerau entwickelt sich zur Fabrikstadt.

Bereits 1846 liefen 30 Rauh-, 40 Scheermaschinen, 46 Maschinenwebstühle, 13 Walkanlagen und 13 Assortiments für die Spinnerei. 450 Menschen standen zu dieser Zeit in Brot und Lohn. 6000 Stück Tuch verließen pro Jahr die Fabrik.

Zu Spitzenzeiten – zwischen en Weltkriegen – beschäftigte das Textilunternehmen in Dahlerau 1.000 Mitarbeiter. Die abgeschiedene Lage im engen Tal der Wupper förderte sehr früh die Entstehung einer engen Betriebsgemeinschaft. Die Hardts kümmerten sich wie Väter um ihre Wülfing-Familie. Kinderbetreuung für arbeitende Mütter, Bildung, gute Ernährung, Sicherheit und Wohlstand waren bei Wülfing schon sehr früh selbstverständlich. So fand auch der zahlreiche Zuwachs aus Österreich, Italien und Spanien in den 1960er Jahren in der kleinen Textilstadt schnell eine neue Heimat.